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Dysarthrien (Dysarthrophonien)
Bei der Dysarthrie handelt es sich um eine Störung der Aussprache (Sprechstörung), der Stimmgebung und der Atmung. Sie wird hervorgerufen durch Erkrankungen zerebraler Zentren, zentraler Bahnen und der Kerne der am Sprechvorgang beteiligten Hirnnerven.
Ursachen können z. B. sein:
- frühkindliche Hirnschäden
- Schädel-Hirn-Verletzungen
- Tumoren
- Entzündungen
- besondere neurologische Erkrankungen
Dysarthrien kommen durch zentrale oder nukleäre (periphere) Lähmung, Schwäche oder durch Koordinationsstörungen der am Sprechen beteiligten Sprechmuskulatur zustande.
Symptome können sein:
- eine verwaschene und undeutliche Artikulation,
- eine Veränderung der Stimmqualität und der musischen Sprachelemente (z. B. der Lautstärke, der Sprechmelodie, des Rhythmus und des Sprechtempos),
- Beeinträchtigung der Sprechatmung (Dysarthrophonie)
Wie schwer die Dysarthrie-Symptome ausgeprägt sind, hängt davon ab, wie sehr die Lippen, die Zunge, das Gaumensegel und der Kehlkopf in ihrer Motilität (Beweglichkeit) eingeschränkt sind.
(auszugsweise entnommen aus: Günter Wirth. , 2000, Sprachstörungen, Sprechstörungen, Kindliche Hörstörungen. Lehrbuch für Ärzte, Logopäden und Sprachheilpädagogen. 5. Auflage überarbeitet von M. Ptok und R. Schönweiler. Deutscher Ärzte-Verlag, S. 650 ff.)
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